Eine der größten Sorgen vieler Menschen, die nach Europa ziehen, ist der Zoll. Fragen wie ‘Bleiben meine Sachen an der Grenze hängen?’, ‘Muss ich zusätzliche Steuern zahlen?’, ‘Welche Dokumente muss ich vorbereiten?’ kommen häufig auf. In diesem Artikel erklären wir den Zollprozess Schritt für Schritt.
Was ist eine Erklärung für persönliche Gegenstände?
Türkische Staatsbürger, die eine Aufenthaltsgenehmigung im Ausland erhalten haben, können gebrauchte Haushaltsgegenstände aus der Türkei als ‘persönliche Gegenstände’ zollfrei transportieren. Dafür müssen bestimmte Bedingungen erfüllt und die richtigen Dokumente vorbereitet werden. Dieses Recht kann einmalig genutzt werden; daher ist es wichtig, den Umfang gut zu planen.
Welche Dokumente werden benötigt?
Obwohl sie je nach Land variieren, sind die im Allgemeinen erforderlichen Dokumente folgende:
- Passkopie (alle Seiten)
- Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis im Zielland
- Inventarliste (auf Türkisch und in der Sprache des Ziellandes, unterschrieben)
- Nachweis über den Auszug aus der Adresse in der Türkei (Räumungsprotokoll, Mietende-Bescheinigung usw.)
- Wenn ein Fahrzeug transportiert wird: Fahrzeugschein, Fahrzeugbewertungsbescheinigung, Kfz-Versicherung
Warum ist die Inventarliste so wichtig?
Der kritischste Schritt im Zollprozess ist die Inventarliste. Ein Produkt, das nicht auf der Liste steht, kann vom Zoll festgehalten werden; falsch deklarierte Produkte können zu Steuern und Strafen führen. Die Inventarliste sollte sowohl auf Türkisch als auch in der Sprache des Ziellandes erstellt werden; für jedes Produkt sollten Menge, Marke/Modell und ungefährer Wert angegeben werden.
Häufig nachgefragte Produkte beim Zoll
Einige Produkte erregen beim Zoll besondere Aufmerksamkeit. Diese zu kennen, beugt Überraschungen vor:
- Elektronische Geräte: Brandneue (verpackte) Produkte fallen nicht unter den Begriff der persönlichen Gegenstände. Sie müssen gebraucht sein.
- Alkohol- und Tabakprodukte: Jedes Land hat bestimmte Grenzen, Überschreitungen dieser Grenzen sind steuerpflichtig.
- Pflanzliche Produkte und Lebensmittel: Aufgrund der strengen Quarantänevorschriften der EU sind einige Produkte verboten oder eingeschränkt.
- Hochwertige Gegenstände (Schmuck, Kunstwerke usw.): Können eine separate Deklaration und ein Wertgutachten erfordern.
Wie lange dauert der Prozess?
Eine mit vollständigen Dokumenten ausgefüllte Erklärung für persönliche Gegenstände wird in den meisten EU-Ländern innerhalb von 1–3 Werktagen genehmigt. Bei fehlenden Dokumenten oder Fehlern kann sich dieser Zeitraum auf 2–3 Wochen verlängern. In einigen Ländern (insbesondere den Niederlanden und Deutschland) wird ein Online-Vorantragssystem verwendet, was den Prozess beschleunigt.
Wer trägt die Zollkosten?
Bei Transporten, die unter die Befreiung für persönliche Gegenstände fallen, werden keine Zollgebühren gezahlt. Es können jedoch Kosten für den Zollberater, die Anmeldegebühr und gegebenenfalls Übersetzungskosten anfallen. Diese Kosten können in Ihrem Versandpaket enthalten sein – in den Angeboten von Oregon Cargo werden diese Posten transparent aufgeschlüsselt.
Unser wichtigster Ratschlag
Das größte Risiko im Zollprozess besteht darin, Dokumente unvollständig einzureichen, nach dem Motto ‘das kriegen wir schon hin’. Ein an der Grenze wartender LKW bedeutet sowohl erhebliche Kosten als auch erheblichen Stress. Die Wahl des richtigen Unternehmens eliminiert dieses Risiko von Anfang an.